Inhaltliche und stilistische Aspekte einer guten Bewerbung

Bewerbungsprozesse unterliegen genauso trendbedingten Strömungen wie die Branchen selbst. Deshalb ist es selten eine gute Idee, die alten Bewerbungsschreiben aus den Vorjahren zu recyceln. Nicht nur stilistisch hat sich einiges verändert. Zunehmend greifen Firmen auf eigene Bewerbungsportale zurück. Eine Bewerbung muss deshalb flexibel sein und in verschiedene Formate passen.

Hilfreiche Tipps sowie ein Bewerbungsmuster zum Herunterladen sind auf hartz4.de unter dem Stichwort „Bewerbung“ zu finden.

Inhaltlich überzeugen durch einen roten Faden

Bei einer Nullachtfünfzehn-Bewerbung müssen Personaler auch von einem Nullachtfünfzehn-Kandidaten ausgehen. Dass handelsübliche Floskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich …“ vermieden werden sollten, versteht sich deshalb von selbst. Mit einigen stilistischen und inhaltlichen Finessen können sich Bewerber interessanter machen und sich von der Konkurrenz abheben.

Gerade im Anschreiben sollten deshalb nur solche Qualifikationen betont werden, die relevant für das Tätigkeitsfeld oder das Unternehmen sind. Der erste Satz einer Bewerbung muss originell und traditionell zugleich sein. Hier ist etwas Mut gefragt, aus alten Mustern auszubrechen und das Interesse der Personaler zu wecken.

Kurz und knapp sollten Stellenanwärter auch in der Schilderung früherer Tätigkeiten bleiben. Langatmige Beschreibungen des bisherigen Werdegangs sind gar nicht nötig – dafür gibt es den Lebenslauf. Deshalb sollten nur die wichtigsten Qualifikationen betont werden, die während der Berufslaufbahn erworben wurden. Es ist immer hilfreich, das Anforderungsprofil der Stellenausschreibung als Leitfaden zu nutzen. Wichtig ist, zu zeigen, dass Sie die geforderten Fähigkeiten erworben und idealerweise bereits unter Beweis gestellt haben.

Wenigstens was den Aufbau angeht, sollten Bewerber nicht zu sehr gegen den Strich bürsten. Gehaltsvorstellungen und mögliches Eintrittsdatum gehören unbedingt ans Ende eines überzeugenden Plädoyers der eigenen fachlichen Qualifikationen.

Layout strategisch einsetzen und den Blick des Personalers lenken

Es heißt: „Der Trick eines guten Make-Ups ist, nicht geschminkt auszusehen.“ Genauso ist das beim Layout einer guten Bewerbung. „Schlicht“ heißt nicht gleich „eintönig“. Wer sich auf wenige gestalterische Elemente festlegt und diese kontinuierlich umsetzt, kann das Augenmerk gezielt auf die relevanten Aspekte der Bewerbung lenken.

Damit die Bewerbung nicht zu blass wirkt, dürfen gerne Farbelemente eingesetzt werden. Es sollten aber stets nur eine, maximal zwei gut zueinanderpassende Töne verwendet werden. Gleiches gilt für Schriftart und -größe. Ausreichende Abstände zwischen den Absätzen erleichtern den Lesefluss und sorgen für ein entspanntes Gesamtbild.

Im besten Fall kann der Blick des Personalers durch das Layout gelenkt, im schlimmsten Fall zerstreut werden. Am Ende sollte die Bewerbung ordentlich und aufgeräumt aussehen.

Das Format kann ein entscheidender Faktor sein

Immer seltener werden Bewerbungen per Post verschickt. Alternativ können die Unterlagen per E-Mail oder über ein Bewerberportal auf den Weg gebracht werden. Hier ist Flexibilität gefragt. Während auf einem Onlineportal oft das Hochladen einzelner Dokumente gefordert wird, sollten Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse in einer E-Mail stets komprimiert Platz finden.

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